01. - 03.02.2008

 

Teilnehmer: Lena, Kathi, Sven, Armin, Pascal, René, Bernd, André

Gast: Thomas, Mathias

 

Am 6. Freitag des Jahres 2008 brachen 67 Rover und Leiter des Rheinbezirks, aus ihren Königreichen auf, um ein gemeinsames Wochenende im berüchtigten Brexbachtal zu verbringen. Auch die Kreuz-Ritter waren unter ihnen.

Während der Anreise lernten sie unter anderem, wie Kostenaufwändig doch Pausen an den falschen Autobahnraststätten werden können.

Zugleich nach der Ankunft im Tal, musste nun das Quartier für die nächsten zwei Nächte geschaffen werden. „Manche machten es sich leicht und zogen ihr Auto als Schlafplatz vor.“

Aber die Mehrheit riss sich am Riemen und erbaute in der Dunkelheit, aus den mitgebrachten Zeltplanen einen anschaulichen Schlafpalast. Die Jurte sollte nun Wind und Wetter standhalten.

Die erste Prüfung war gemeistert. Es war an der Zeit sich zu stärken. Also zog es die Kreuz-Ritter in die dorfeigene Pizzeria, wo sie im Ambiente eines Schlachthofes ihre Pizza, ihre Pommes, ihre Döner und ihre Grillteller verspeisten.

Als man dann zurückkehrte setzte man sich gemeinsam in die Feuerjurte, wo man mit all den Anderen den Abend gemeinsam ausklingen ließ und nebenbei die gekauften 110 L Hopfensaft vernichtete. Man war zwar Zahlenmäßig unterlegen, doch es blieb eine lösbare Aufgabe.

 

Jetzt rückte die erste Nacht im Zelt näher. Noch einmal schnell Wasserlassen, die Zähne putzen und ab in den kalten Schlafsack. Das Termometer zeigte -5°C. Aber auch dies war eine Prüfung die zu meistern war. Hart war es für diejenigen, die dann Nachts doch noch mal ihr Nest verlassen mussten weil die blase drückte.

Der Samstag Morgen war gekommen die Sonne schien, es war ein schöner Morgen. Doch der Schein trübte wie so oft, es war sehr kalt. Aber es gab ja noch das Duschhaus mit Fußbodenheizung. Und auf dem weg dorthin stellte man doch ernsthaft fest, dass es Weichflöten gab die das Duschhaus als Schlafstätte genutzt hatten. Nach einer warmen Dusche, konnte man dann guten Gemüts das Frühstück antreten. Und da warteten frischer Kaffee, Brötchen und Rührei mit Speck. Doch für „Indiana Schürkes“ begann beim Frühstück „die Jagd nach der silbernen Tasse“.

Im Laufe des Tages brachen einige Rover auf um die Höhlen des Brexbachtals zu erkunden. Also nahmen sie ihre Taschenlampen und zogen los. Sie genossen die Aussicht auf den Bergen rund ums Tal und entdeckten in den Höhlen sogar eine Fledermaus.

Zurück auf dem Zeltplatz nutzten die einen die mitgebrachten Kletterausrüstungen und seilten sich von den Viadukten ab, die anderen nutzen die Spielzeugkiste und kehrten in ihr Kindergartenalter zurück, und wieder andere versammelten sich mit ihren Klappstühlen um den Feuertopf und genossen in gemütlicher Runde die Mittagssonne. In der Zwischenzeit bequemten sich ein paar freiwillig einkaufen zu fahren um unter anderem den Getränkebestand wieder aufzufüllen, als sie dann mit 28 Kästen wieder kehrten waren alle sicher das es ausreichen würde.

Jetzt wo wieder Flaschen zur Verfügung standen begann für eine Roverin das Grundlagenseminar Kronkorken: Man weihte sie in die Kunst des Flaschenöffnens mit Feuerzeugen ein und sie lernte sehr schnell.

Dann geschah noch etwas außergewöhnliches. Als alle so dort saßen und herumtollten, durchquerte ein Zug das Tal. Die ganze Roverschaft war perplex, das hatte man noch nie zuvor erlebt. Nun dieses Erlebnis wurde schnell verarbeitet, denn das Lagerfeuer, die gute Stimmung und die weiteren 120 Liter Bräuwasser konnten und durften nicht vernachlässigt werden. Der Abend wurde von guter Laune, Gitarrenspiel, Gesang und allgemeiner Kommunikation bestimmt. Am Stimmungshöhepunkt beschloss die Roverschaft den in einer Kiste sitzenden Indiana Schürkes samt seinem Thron in die Brex zu wuchten, es missglückte.

Allerdings war die Stimmung keineswegs geknickt.

Zu späterer Stunde machten sich die ersten Tiffys auf den Weg zum WC-Häuschen, wo sie nächtigten. Wieder andere füllten heißes Wasser in Flaschen ab, um ihre Schlafsäcke vorzuwärmen. Nur die Härtesten trugen die -7°C mit Würde und ohne Hilfsmittel.

 

Die Sonne zeigte sich und das Wochenende neigte sich dem Ende zu, noch ein letztes gemeinsames Frühstück mit vielen verschlafenen Gesichtern und es war an der Zeit die Zelte einzureißen. Doch beim gemeinsamen Abschieds Foto blühten alle noch einmal richtig auf,

eine Hand voll Kreuz-Rittern erklimmte das Dach der Schutzhütte und ergatterte sich so einen Ehrenplatz auf den Gruppenfotos.

Die Roverschaft verließ das Brexbachtal als hupende Autokolonne. Doch Kilometer für Kilometer verstummten die Hupen, die Autos trennten sich und alle folgten dem Ruf ihrer Heimat.

 

Pascal Braun

 

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